Lindner fuhr Umsatzplus ein

Das Tiroler Familienunternehmen Lindner hat sich im Geschäftsjahr 2025/26 (Bilanzstichtag: 31. März) in einem herausfordernden Umfeld sehr robust gezeigt. „Wir konnten den Umsatz um fünf Prozent auf 98 Millionen Euro steigern. Vor dem Hintergrund, dass sich alle wesentlichen Märkte rückläufig entwickelt haben, konnten wir erfolgreich gegen den Strom schwimmen”, berichtet Geschäftsführer David Lindner. Zum Vergleich: Der europäische Traktorenmarkt ist 2025 um fast fünf Prozent zurückgegangen. In Österreich konnte Lindner den Marktanteil 2025 von 7,3 auf 8,2 Prozent erhöhen. 

Ein Grund für die positive Performance war die Unterstützung der bestehenden Händler und der Aufbau neuer Vertriebspartner, unter anderem auf dem deutschen Markt. Dazu kam die gute Nachfrage nach den neuen Modellen Lintrac 65 LS und Lintrac 70 sowie nach dem Profitransporter Unitrac 122 PRO. Die Exportquote liegt bei 60 Prozent, wichtigster Exportmarkt ist die Schweiz, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Südtirol. Auch Kanada gewinnt an Bedeutung. „Mittlerweile geht bereits ein Drittel unserer Produkte an die Kommunen und die Hälfte an Landwirte. Der Rest entfällt auf Spezialanwendungen für Seilbahnen, Industrieunternehmen oder den Forstsektor”, erklärt David Lindner. „Gerade mit dem neuen Lintrac 160 sehen wir großes Potenzial im Kommunalbereich.”

In der Schweiz war der Unitrac 2025 der meistverkaufte Transporter, eine Entwicklung, die sich auch in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 mit bereits 36 verkauften Transportern fortgesetzt hat. Im Traktorenranking stieg Lindner 2025 mit einem Marktanteil von rund 5 Prozent in die Schweizer Top-7 auf – aktuell sogar auf Platz 5 mit 7% Marktanteil (Mai 2026). 

Rückenwind durch neue Modelle
Im laufenden Geschäftsjahr will Lindner die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro überschreiten. Einen wesentlichen Beitrag leisten neue Modelle wie der Lintrac 130 PRO und der Lintrac 160 LDrive. „Beim Lintrac 160 ist es uns gelungen, hohe Leistung mit optimaler Wendigkeit und Kompaktheit zu vereinen. Diese Eigenschaften gehören zur Lindner-DNA und werden von unseren Kunden im Grünland, im Transportbereich und im Kommunalsektor erwartet. Unsere Antwort ist ein von Grund auf neues Fahrkonzept, bei dem zudem die intuitive Bedienung und der Fahrkomfort einen sehr hohen Stellenwert haben”, betont Manuel Lindner, der die Bereiche Innovation, Qualität und Lehrlingsausbildung leitet.  

Neben neuen Modellen setzt Lindner zudem auf die Weiterentwicklung bestehender Baureihen als Antwort auf die herausfordernden Märkte, betont Geschäftsführer Stefan Lindner. „Einer unserer gefragtesten Traktoren der vergangenen Jahre ist der Lintrac 130, den wir zur Pro-Version weiterentwickelt haben. Dank Powermanagement leistet der Lintrac 130 in der PRO-Version 106 kW (144 PS) und entfaltet ein enormes Drehmoment von 566 Nm bei 1500 U/min.” Im Mittelpunkt stehe immer, die Arbeit der Kunden zu erleichtern. „Ein Beispiel ist die 4-Rad-Lenkung, die Traktoren und Transporter von Lindner besonders wendig macht. Heute werden zwei Drittel unserer Modelle mit der mitlenkenden Hinterachse ausgeliefert, Tendenz steigend.”

Montage fit für die Zukunft gemacht, Produktionsstart für Lintrac 160
Einen großen Stellenwert hat für Lindner die Montage, in der 60 der 253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Geschäftsjahr 2025/26 hat Lindner die Traktorenmontageim Technologiezentrum in Kundl optimiert und damit die Basis für neue Modelle wie den Lintrac 160 geschaffen. „Der Schwerpunkt lag auf Lösungen, die unseren Teams die Arbeit im Alltag erleichtern”, sagt Geschäftsführer Christoph Lindner, der im Familienunternehmen für die Montage, Lackiererei und Reparaturwerkstatt verantwortlich ist. Im Mai 2026 startete die Serienproduktion des Lintrac 160 LDrive. 

Quelle: LINDNER